PAULINA CZIENSKOWSKI

 

JOURNALISTIN & AUTORIN

10 KNALLER

MULTIPLA

Das Traurige ist ja: Du weißt genau, dass man sich für Dich schämt, Multipla. Du bist bemitleidenswert.

 

Schon immer warst Du Außenseiter, derjenige, den niemand will. Nur das MoMA in New York hatte dich 1999 mal als „Auto der Zukunft“ ausgestellt. Häh?! Niemand hat es verstanden, weil das nur bedeuten konnte, dass unsere Zukunft wirklich sehr, sehr hässlich werden müsse. Oder zumindest bizarr, wie Du eben. Und eigentlich, muss man nun feststellen, hast Du am Ende damit ja sogar Recht behalten. Traurig. Schau Dich doch mal um. Da ist nur Scheiße zu sehen. Lauwarm, dampfend, erbärmlich. Genau wie Du, Du hässlicher Italiener, Du. Breitspurig ohne Berechtigung, gnubbelig, generell viel zu groß auch. Wenn man in Dir sitzt, fühlt es sich an, als wäre man in einem Raumschiff oder so etwas Ähnlichem. Was sich zugegebenermaßen gar nicht schlecht anfühlt. Immerhin hat man viel Platz. In gewisser Weise glaubt man auch, in seinem ganz eigenen Kosmos zu sein und das obwohl man ja mittendrin ist auf den Straßen zwischen hundert anderen. Interessant ist, man fühlt sich mit dir irgendwie verkleidet, vielleicht sogar unsichtbar. Gerade weil man mit Dir so unattraktiv ist, dass man Dich kaum eines Blickes würdigt. Du bist unter dem Radar. Punkt. Da hilft auch Dein Name nichts. Multipla. Multipel, vielfältig. Hm, naja, geht so.

 

Was man Dir allerdings fairerweise zugestehen muss: Man kann durch Deine übergroß proportionierten Fenster perfekt in die Sternenhimmel dieser Welt blicken. Wenn man denn mal welchen begegnet. Ein bisschen romantisches Potenzial hast Du also durchaus. Auch dass man sowohl vorne als auch hinten zu dritt sitzen kann – das ist toll, zum Kuscheln und so. Dann aber hört es auch schon auf mit dem Positiven über Dich, Du. Aber soll ich Dir was sagen? Du bist so hässlich mit Deiner kleinen aufgesetzten Schnauze vorne, dass Du mir schon wieder leid tust. Ich möchte Dir sagen: Hdgdl.

Das Traurige ist ja: Du weißt genau, dass man sich für Dich schämt, Multipla. Du bist bemitleidenswert.

 

Schon immer warst Du Außenseiter, derjenige, den niemand will. Nur das MoMA in New York hatte dich 1999 mal als „Auto der Zukunft“ ausgestellt. Häh?! Niemand hat es verstanden, weil das nur bedeuten konnte, dass unsere Zukunft wirklich sehr, sehr hässlich werden müsse. Oder zumindest bizarr, wie Du eben. Und eigentlich, muss man nun feststellen, hast Du am Ende damit ja sogar Recht behalten. Traurig. Schau Dich doch mal um. Da ist nur Scheiße zu sehen. Lauwarm, dampfend, erbärmlich. Genau wie Du, Du hässlicher Italiener, Du. Breitspurig ohne Berechtigung, gnubbelig, generell viel zu groß auch. Wenn man in Dir sitzt, fühlt es sich an, als wäre man in einem Raumschiff oder so etwas Ähnlichem. Was sich zugegebenermaßen gar nicht schlecht anfühlt. Immerhin hat man viel Platz. In gewisser Weise glaubt man auch, in seinem ganz eigenen Kosmos zu sein und das obwohl man ja mittendrin ist auf den Straßen zwischen hundert anderen. Interessant ist, man fühlt sich mit dir irgendwie verkleidet, vielleicht sogar unsichtbar. Gerade weil man mit Dir so unattraktiv ist, dass man Dich kaum eines Blickes würdigt. Du bist unter dem Radar. Punkt. Da hilft auch Dein Name nichts. Multipla. Multipel, vielfältig. Hm, naja, geht so.

 

Was man Dir allerdings fairerweise zugestehen muss: Man kann durch Deine übergroß proportionierten Fenster perfekt in die Sternenhimmel dieser Welt blicken. Wenn man denn mal welchen begegnet. Ein bisschen romantisches Potenzial hast Du also durchaus. Auch dass man sowohl vorne als auch hinten zu dritt sitzen kann – das ist toll, zum Kuscheln und so. Dann aber hört es auch schon auf mit dem Positiven über Dich, Du. Aber soll ich Dir was sagen? Du bist so hässlich mit Deiner kleinen aufgesetzten Schnauze vorne, dass Du mir schon wieder leid tust. Ich möchte Dir sagen: Hdgdl.